Mein Weg beim Anreiten
- Ramona Moschinger

- vor 2 Tagen
- 2 Min. Lesezeit
Es gibt viele Wege ein Pferd anzureiten, meiner ist ziemlich unspektuaklär.
Anreiten – viele verbinden das mit:
❌️ jemand muss das Pferd festhalten, damit es überhaupt stehen bleibt
❌️ das Pferd muss vorher müde longiert werden
❌️ und bei den ersten Versuchen steigt oder buckelt es vielleicht.
Bei mir ist das jedes Mal ziemlich unspektakulär. Aber warum?
✅ Ich beobachte das Pferd genau und steige nur auf, wenn es für das Pferd ok ist.
✅ Ich erarbeite eine solide Basis am Boden.
✅ Das Pferd hat gelernt mir zu vertrauen
✅ Die Hilfen sind für das Pferd klar, weil wir sie gemeinsam am Boden vorbereitet haben.
✅️ Das Pferd ist entspannt, weil wir es in Teilschritte zerlegt haben.
So wird das erste Aufsitzen nicht zum Risiko, sondern zu einem ruhigen, schönen Moment. 💛

Beim Anreiten habe ich meinen Weg gefunden, der sich für mich und die Pferde richtig anfühlt.
👉 Hier sind einige Punkte, die mir wichtig sind und deshalb mache ich manches ganz bewusst nicht:
❌ Hilfszügel – kein Ausbinder, kein fest verschnallter Sperrriemen, kein Zwang.
✅ Für mich zählt echte Losgelassenheit und gesunde Bewegungsabläufe– das kann nur entstehen, wenn das Pferd nicht in eine Form gepresst wird.
❌ Hilfspersonal – niemand hält mein Pferd fest.
✅ Stattdessen: Es lernt verständlich alles vorher vom Boden, die Hilfen sind klar und die Basis stabil bevor ich aufsteige.
❌ Ablongieren zum Müdemachen – kein „ausbuckeln“ oder „laufen lassen“ an der Longe.
✅ Ich möchte ein Pferd, das aufmerksam und klar im Kopf bleibt, das mit mir kommuniziert, nicht eines, das müde ist.
❌ Zeitdruck – kein „in 2 Monaten muss es in allen Gangarten geritten sein"
Ich gebe dem Nervensystem Zeit, Erfahrungen wirklich zu verarbeiten. Erst bei echtem Verständnis geht’s weiter und das dauert bei jedem unterschiedlich lange.
❌ Signale übersehen – kleinste Stressanzeichen ignoriere ich nicht.
✅ Ich achte bewusst auf Mimik & Ausdruck, um Entspannung zu fördern und das Pferd dort abzuholen, wo es steht.
✨ Am Ende geht es beim Anreiten für mich nicht um Tempo oder Perfektion, sondern um Vertrauen und Verständnis.🧡

